Plakat: Brems Dich - rette Leben!

Brems Dich - rette Leben!

Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1. Die NRW - Polizei agiert mit der Strategie Brems Dich - rette Leben

Die Uhr tickt. In spätestens 14 Stunden wird wieder ein Mensch im Straßenverkehr in NRW sterben.


Diese bedrohliche Aussage lässt sich aus der Verkehrsunfallstatistik 2011 errechnen. 634 Tote in einem Jahr - zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der Verkehrsopfer im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Die NRW-Polizei hat auf diese Entwicklung mit der Verkehrsstrategie „Brems Dich - rette Leben!“ reagiert.
Grundlage der Initiative sind zwei zentrale Fakten:
1. Unfälle sind zwar ein Schicksalsschlag, aber kein Schicksal.
In 95 Prozent der Fälle gehen sie auf Fehlverhalten oder Regelverstöße von Menschen zurück. Unfälle werden verursacht und sind damit auch vermeidbar.
2. Zu schnelles Fahren ist der Killer Nr. 1.
Selbst in Fällen, in denen die Geschwindigkeit nicht die unmittelbare Unfallursache ist, hat sie doch immer entscheidenden Einfluss auf die Schwere der Unfallfolgen.

Allein in NRW starben 2011 634 Menschen im Straßenverkehr. Eine Zahl, die dem Absturz dreier voll besetzter Passagierflugzeuge entspricht. Jeder Unfalltote hinterlässt wiederum mehr als 100 Menschen in Trauer, Schock und Wut. Damit werden jährlich mehr als 63.000 Menschen in NRW direkt mit dem Tod auf der Straße konfrontiert.
Da die Fahrgeschwindigkeit über Leben und Tod entscheidet, muss jeder Fahrer zum Nachdenken gebracht werden. Ein minimaler Zeitgewinn durch zu schnelles und unvorsichtiges Fahren kann niemals das vielfach höhere tödliche Risiko rechtfertigen. Dieses Bewusstsein muss in die Köpfe - und auf das Gaspedal!

Die Kampagne „Brems Dich - rette Leben!“ ist langfristig angelegt. Die Polizei verfolgt mit ihrem Vorgehen ein klares Ziel: Nicht mehr Sanktionen, sondern weniger Opfer im Straßenverkehr bedeuten Erfolg. Aus diesem Grund werden Messstellen im Voraus angekündigt. Es ist belegbar, dass dadurch langsamer gefahren wird und das generelle Geschwindigkeitsniveau im Umfeld der Kontrollstelle sinkt.
Ein geringeres Geschwindigkeitsniveau hat direkten Einfluss auf die Schwere der Unfallfolgen. Das gilt insbesondere dort, wo Fußgänger und Radfahrer besonders gefährdet sind und überall, wo gerast wird. Die örtlichen Polizeibehörden kennen diese Stellen. Genau hier werden die Polizisten auch zukünftig schwerpunktmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchführen.
Eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen Polizeibehörden und Kommunen rundet das Vorgehen für mehr Verkehrssicherheit ab. Alle Kräfte sollen gebündelt werden, um eine möglichst hohe und nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Als Kampagnenauftakt fand im Februar 2012 ein „24-Stunden-Blitzmarathon“ statt. Mit dieser geballten Maßnahme möchte die Polizei die Gefahren von zu schnellem Fahren nachhaltig ins öffentliche Bewusstsein rufen.

Im Verlauf des Jahres stehen neben weiteren Blitzmarathon auch Motorradfahrer, Fußgänger und Radfahrer im Fokus der Kampagne.

© Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW